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Jazz-Frühschoppen

Die ›Pickled Onions‹ am 21. Mai 2017 im Waldreitersaal

An diesem sonnigen Vormittag versammelten sich etwa 60 Fans des Dixieland-Jazz im Waldreitersaal. Zuerst befürchteten die Organisatoren Elke Meyer und Michael Haarstrick, dass das schöne Ausflugswetter der Veranstaltung die Besucher abspenstig machen könnte. Aber so war es dann doch nicht. Als die Band um 11 Uhr loslegte, waren zwar noch Plätze frei, aber nach drei, vier Stücken trudelten noch etliche Dixieland-Fans ein und griffen sich erst mal einen Stuhl vom Stapel. Es war eine Veranstaltung Ü 70, sowohl was die ›Pickled Onions‹ als auch ihr Publikum anging. Der Jazzfrühschoppen des Heimatvereins blickt schon auf eine lange Tradition zurück. So sind die Mitglieder der Band gemeinsam mit den Jazzbegeisterten aus Großhansdorf und Schmalenbeck in die Jahre gekommen.

Jazz-DSC_0537 (1)Es gibt drei Hauptströmungen des Dixieland-Jazz: Den Chicago Style, West Coast Revival und New Orleans Traditional. »Die typische Besetzung einer Dixieland-Formation ist eine Melodiegruppe aus Trompete oder Kornett, Klarinette, Posaune mit den drei Hauptstimmen, sowie eine Rhythmusgruppe bestehend aus Schlagzeug, Piano, Kontrabass bzw. Sousaphon oder Tuba sowie Banjo oder Gitarre. Allgemeine Stilmerkmale sind die Kollektivimprovisation, Breaks, die Trompete als Leadinstrument und die Umspielung der Melodie durch Klarinette und Posaune. Die Melodien und Improvisationen sind oft eingängig und in der Regel künstlerisch weniger ambitioniert.« (aus: Wikipedia)

Entsprechend spielten Christian Löllke (Gründungsmitglied der Band), Banjo,  Hans Schwenkross, Tuba, Willi Dieckert, Klarinette, Dieter Meiser, Posaune und Martin ›Charlie‹ Genwo, Trompete und Kornett in einer klassischen Instrumentierung ihre Stücke, allerdings ohne komplette Rhythmusgruppe. Die Gitarre war dieses Mal nicht vertreten, da das Bandmitglied erkrankt war.

Jazz-DSC_0543 (1)Wie immer gab es eine Pause. Man stärkte sich an der Getränke-Bar und am Würstchenstand für die zweite Session. Die Bandmitglieder wunderten sich etwas, dass sich das Publikum dieses Jahr nicht so emotional begeistern ließ wie in den Jahren davor. Könnte es an der Musikauswahl, gar an der Band selber gelegen haben? Oder an einem schon sehr gesetzten Publikum?

Der Dixieland-Jazz hat sich noch nicht überlebt, wie das Jazzfestival dieser Tage in Dresden gezeigt hat. Die Organisatoren müssen sich für das Jahr 2018 (Der Heimatverein wird 70 Jahre) überlegen, ob die Werbung im Ort und in der Regionalpresse für derartige Veranstaltungen ausreicht. Das ist nach dieser Veranstaltung jedenfalls zu bedenken.

Peter Tischer

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