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Radtouren

Radwandern mit den Heißen Reifen

Am Sonntag, 17. Oktober, treffen wir uns um 10 Uhr am U-Bahnhof Kiekut zu unserer letzten Radtour des Jahres mit traditioneller Mittageinkehr um ca. 12:45 Uhr im Landgasthof Stahmer in Hohenfelde. Dort essen wir Bratkartoffeln mit Roastbeef oder hausgemachter Sülze, Matjes oder Rühreier, dazu vorweg einen Salat, zum Gesamtpreis von 18,90 €. Auch unsere ehemaligen Radler sind herzlich willkommen sowie diejenigen, die die Radgruppe gern kennenlernen möchten! Man kann auch gern mit dem Auto dorthin fahren, Parkplatzmöglichkeiten sind genug vorhanden.

Unsere gemütliche Tour von ca. 40-45 km führt uns über Hoisdorf, Sprenger Weg, Sprenge, Schönberg, Linau, Vogelfängerkaten zum Gasthof Stahmer. Nach dem Mittagessen radeln wir über Grönwohld und den Radwanderweg zurück nach Großhansdorf. Wichtig ist eine Anmeldung bis 12. Oktober mit der Angabe, was ihr gern essen möchtet. Ich freue mich, wenn sich viele anmelden!

Elke Meyer, Telefon 04102-65980 oder 0170-2864400

Die Mittwochs-Radtouren mit Rudi Lück im September und Oktober fallen aus!

Rudolf Lück, Telefon 04102-63579

 

Bericht: In der Prignitz träumen die Dörfer: Radwanderwoche vom 1. - 8. September

Sie träumen im milden Sonnenlicht des Septembers von vergangenen Zeiten. Ihre Häuser, langgestreckt, oft mit einem Nachbarn geteilt, erzählen von ihren blumenreichen Vorgärten; sie berichten mit grauem Gesicht von der Kollektivierung zu DDR-Zeiten; sie lassen die Alten in sich wohnen und trauern den Weggegangenen nach. Die Prignitz ist ein stilles Land. Hier sucht niemand den Klamauk der Ostseestrände. Wer hier mit dem Fahrrad zum nächsten Laden will, legt lange Strecken zurück. Deshalb sind die Prignitzer stets mit dem Auto unterwegs. Auch ihr Leben folgt der allgemeinen Beschleunigung. Wir haben uns immer gefreut, wenn auf den einsamen Landstraßen die eiligen Autofahrer angesichts unserer langen Schlange von Rädern den Fuß vom Gas nahmen.

Prignitz im September – die riesigen Felder sind abgeerntet und zeigen schon das zarte Grün der Wintergetreide; der schwache Duft des schon sprießenden Raps steigt den Radlern in die Nase; von den Apfel- und Birnenbäumen, die die Straßen säumen, fallen reife und faulenden Früchte vor die Räder; am Feldrain sitzt das Buschwerk voller reifer Pflaumen und Mirabellen. Da kommen die Radler nicht dran vorbei.

Prig B 1 Start in Wittenberge BahnhofAm Tag vor dem Streik der Lokführer steigen wir im Hauptbahnhof in den Zug nach Wittenberge, dem Start-Ziel unserer Rundreise. Das Verladen der Räder verläuft zügig, da wir Gepäck und Räder getrennt in den Zug bringen. Wer das nicht tut und versucht, dass beladene Rad durch die schmalen Wagontüren zu hieven, muss halt Lehrgeld zahlen. Nichtsdestotrotz wiederholt sich das ›Drama‹ an jedem Bahnhof.

Prig B 15 Stuerer SeeDie ersten Kilometer unserer Fahrt genießen wir auf dem Elbdeich in Richtung Lenzen. Der Fluss zieht mit seinem schimmernden blauen Band neben uns her. Weiße und schwarzbunte Kühe stehen bis zum Bauch im Wasser. Schafe grasen am Deich, Milane kreisen scharfäugig über frischgemähten Wiesen und stürzen sich auf die überlebenden Opfer der Heuwender. In Cumlosen hinterm Deich überraschen die 14 Radler den Wirt vom Landgasthof Schmidt mit dem Wunsch nach einem Kaffee. Das dauert aber einen Moment mit dem Kaffee, sagt er. Wir sind nicht auf der Flucht, antworten wir und nehmen auch gern den dazu angebotenen Kirschkuchen in die Bestellung auf. Es ist warm, die Sonne strahlt, wir genießen.

In Lütkenwisch verlassen wir die Deichstrecke und tauchen ein in die Biosphären-Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Wir kommen in das Dorf Lanz, wo ›Turnvater‹ Jahn 1778 das Licht der Welt erblickte. Ein gesunder Geist wohnt in einem gesunden Körper – das war sein Kernspruch, der heute über der modernen Turnbewegung steht. Weniger bekannt ist seine Rolle in den napoleonischen Befreiungskriegen. Bei Mölln am Lütauer See haben sich im September 1813 die Lützower Jäger unter seinem Kommando mit den französischen Soldaten ein Gefecht geliefert. Ein Denkmal vor Ort erinnert an die Schlacht. Dies nur ein Hinweis an unsere Geschichtsinteressierten.

Prig B 25 Neustrelitz HafenWir fahren durch die Löcknitz-Niederung und umrunden den Schlosspark Gadow. Der ehemalige Rittersitz Gadow ist heute ein ›Aktiv- und Erlebnisschloss‹, ein Ort für Freizeiten aller Art. Wir passieren das neobarocke Schloss Birkholz, das sich im Wald versteckt. Wenn es kein Schloss oder Herrenhaus ist, dann ist es ein Gutshof mit seinen flankierenden Wirtschaftsgebäuden. Etliche locken – der ursprünglichen Nutzung entfremdet – Feriengäste an, die Ruhe und Beschaulichkeit suchen. So wirbt auch die 1356 erbaute Burg Stavenow im nächsten Ort – heute hinter einer eher trist-grauen Fassade – um Feriengäste. Die erste Etappe endet in Glöv­zin bei Karstädt, das an der guten alten B 5 liegt, die langen Jahre für Hamburger und ihre Vorortler die Transitstrecke nach Berlin war. In unserem Gasthof ›Der Kuhstall‹ brummt der Laden. Einheimische und Radler mischen sich hier beim Abendessen im rustikalen Ambiente des ehemaligen Stallgebäudes.

Am nächsten Tag führt die Route über die Ruhner Berge. Auf dem Weg dorthin radeln wir durch die typischen Prignitzdörfer: die heute überteerte Durchgangsstraße (stellenweise guckt das Kopfsteinpflaster durch), links und rechts manchmal erhaltene Kopflinden, die Dorfkirchen mit massiven Feldsteinmauern, einem Fachwerkturm. Andere Dorfkirchen dagegen mit einem massiven Feldsteinturm, der heute noch von seinem Wehrcharakter zeugt. Wir passieren auf unserer Tour Schlösser und Herrenhäuser, die dem Verfall preisgegeben waren, bis sie ein finanzstarker Idealist rettete.

Prig B 39 Schloss Fleesensee Was vermuten Sie hinter dem Ortsnamen ›Muggerkuhl‹? Im Ort wurden die tiefen tonhaltigen Schichten (Mugger) ausgebeutet, der Ton also aus der ›Kuhl‹ geholt und in der Ziegelei zu Klinker und Backsteinen gebrannt. Hinter Muggerkuhl beginnen wir den Anstieg in die Ruhner Berge. Dieser eiszeitliche Höhenzug erreicht mit dem Ruhner Berg 178 m, für uns Flachland-Radler die erste ernstzunehmende Herausforderung. Auf halber Höhe stoßen wir auf eine überdachte Raststelle, in der auf mehreren Tafeln über das Schicksal des Dorfes Ruhn (1369 erstmals erwähnt) berichtet wird. Das Dorf wurde abgesiedelt und niedergelegt, als die Ortslage durch den Bau der A24 wirtschaftlich abgeschnitten wurde. Die Bewohner des immer schon abgelegenen Dorfes gaben auf und zogen in das jenseitige Dorf Marnitz. Auf dem mit Buchen bewaldeten Höhenzug fordert uns der aus gelbem Klinker erbaute Aussichtsturm zur Besteigung auf. Leider ist die sonst freie Sicht bis nach Berlin an diesem diesigen Tag nicht so spektakulär. Wir überschreiten die Grenze nach Mecklenburg und erreichen das wasserreiche Flussgebiet der Elde, der wir bis Lübz folgen.

Am dritten Tag sind wir auf dem Weg zur Südspitze des Plauer Sees, wo in Bad Stuer das ›Tal der Eisvögel‹ vorher gewisse Erwartungen weckte. Coronabedingt kann ›der Deutsche‹ weder nach ›Malle‹, an die Algarve oder nach Antalya fliegen. Folglich ›tanzt der Bär‹ an den Mecklenburgischen Seen, wo mehr Wohnmobile als Pkw unterwegs sind. An diesem Tag fanden die Eisvögel den Betrieb wohl zu unruhig. Wir waren immerhin nicht allein daran schuld.

Heute haben wir einen Burgentag. Nach der Umrundung des südlichen Endes des Stuerer Sees erreichen wir die eindrucksvolle Ruine der Wasserburg Stuer. In Wredenhagen treffen wir auf die Vorbereitungen eines Gemeindefestes in der Höhenburg aus dem Jahre 1284. Wir dürfen hinein mit freundlicher Erlaubnis des Festkomitees. Nach langer Fahrt erreichen wir am Nebelsee unser Ziel in Ichlim.

Prig B 40 Malchow HafenDas nächste Tagesziel ist die Stadt Burg Stargard. Es wird ein langer, anstrengender Weg, der uns über Neustrelitz führt. Wir durchfahren den südlichen Bereich der Mecklenburgische Seenplatte, wo Kanäle und Schleusen zwischen den Seen schiffbare Verbindungen schaffen. Im Ort Schwarz beeindruckt uns ein Findlingsgarten mit einer reichen Steinesammlung zum Thema Eiszeitliches Geschiebe. Alle wandern zwischen den unterschiedlichen Brocken umher und lernen etwas über Geologie der Moränenlandschaft. Bald hat jeder einen Lieblingsstein. Nördlich von Neustrelitz treffen wir in einem weiten Wiesengelände auf den Quellbereich der Tollense bei Weisdin. Es ist Samstag. Wir teilen uns diese schöne Route mit vielen Radlern. Alle begrüßen sich fröhlich. Burg Stargard ist eine Höhenburganlage, klassisch umgeben von der Kleinstadt gleichen Namens. Unser Hotel dort hatte Wert daraufgelegt, die Wünsche unserer Radgruppe für das Abendessen einige Tage vorher zu erfahren. Auch das war eine Auswirkung der Personalknappheit durch die Entlassungen während des Lockdowns. Aber das Abendessen lief zur allgemeinen Zufriedenheit perfekt ab. Die Leistung des vierköpfigen Personals kann ich nur bewundern.

Tags drauf erreichen wir nach zehn Kilometern Neubrandenburg. Wir lassen uns viel Zeit, die Stadt am Nordende des Tollensesees zu erkunden (Europas besterhaltene Stadtbefestigung in Backsteingotik). Von der historischen Altstadt blieb in den letzten Kriegstagen kaum etwas übrig. ›Am 29. April 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs, nahm die Rote Armee Neubrandenburg als fast menschenleere Stadt ohne Widerstand oder nennenswerte Kampfhandlungen ein. Danach brannten Rotarmisten die historische Altstadt zu 80,4 % nieder. Vernichtet wurden dabei fast alle öffentlichen Gebäude der städtischen Verwaltung wie auch die gesamte Bebauung auf dem und rund um den Marktplatz, darunter das bekannte großherzogliche Palais und die darin untergebrachte Städtische Kunstsammlung. Die sowjetischen Truppen sollen zwar behauptet haben, dass sie in eine brennende Stadt einzogen. Es wurde später nachgewiesen, dass die SED diese Berichte gefälscht hatte.‹ (Wikipedia)

Wir rollen weiter in Richtung Stavenhagen mit dem Ziel der tausendjährigen Ivenacker Eichen. Um die lange eintönige Landstraße zu vermeiden, lassen wir uns auf das Abenteuer mecklenburgischer Nebenstrecken ein. Über eine leider sehr holprige ehemalige Bahntrasse der Demminer Kleinbahnen erreichen wir den Kastorfer See, den wir auf Waldwegen umrunden und schließlich Wolde erreichen (Ersparnis von 11 km Hauptstraße). Am Nachmittag schieben wir unsere Räder durch das Haupttor des Ivenacker Parks. Die Sonne meint es an diesem Sonntag sehr gut mit uns. Nachdem wir die knorrigen Riesen bewundert haben, laben wir uns an Kaffee und Kuchen im Park-Café. In Stavenhagen macht uns das Fritz-Reuter-Museum die Tür vor der Nase zu. Wir ehren den begnadeten Schriftsteller und Dichter der mecklenburgischen Mundart auf unsere Weise. Der Weg in unser Quartier, das Schlosshotel Bredenfelde, führt über eine herrliche, geschlossene Lindenallee. Mir war das Hotel von einer früheren Radtour bekannt. Meine Mitradler kommen aus dem Staunen nicht heraus. Die aus Hamburg stammende Schlossherrin empfängt uns mit einem Dreigängemenü. In den individuell und liebevoll eingerichteten Zimmern verschlafen wir eine unglaublich ruhige Nacht und werden morgens sanft von den Rufen der Kraniche geweckt.

Prig B 46 Rückfahrt nach Wittenberge Der nächste Tag begrüßt uns wieder mit strahlend blauem Himmel. Auf unserem Weg nach Westen geht es über asphaltierte Landwege in Richtung Müritz. Von Norden kommend rollen wir nach Waren hinein. Für uns ist der Verkehrslärm hier ein Schock. Zum Hafen und seiner Promenade geht es steil bergab. Der Rummel an diesem touristischen Mittelpunkt braucht den Vergleich mit Strandpromenaden der Ostsee nicht zu scheuen. Nach angemessener Pause rollt die Karawane weiter. Unser Ziel ist die Inselstadt Malchow. Am Ufer der Müritz geht es nach Klink, vorbei an dem ›Märchenschloss‹ Klink, erbaut Ende des 19. Jahrhunderts. Wir verlassen dort die Müritz und radeln in Sichtweite des Kölpinsees über Göhren-Lebbin (Schlosshotel Fleesensee) nach Untergöhren am Fleesensee. Das Café am Seeufer ist nicht übervölkert. Wir Radler, die aus der Hitze des Tages kommen, freuen uns über die Pause am Wasser. Von der Höhe geht es bald runter in die Inselstadt Malchow. Wir erreichen die Stadtinsel über den Mitte des 19. Jahrhunderts errichteten Erddamm.

Am nächsten Morgen machen wir uns unausgeschlafen auf den Weg zum Plauer See. Unser Hotel lag an der Kopfsteinpflasterstraße zur Drehbrücke über den Kanal zwischen Fleesensee und dem Petersdorfer See. Diese laute Straße stellt die Hauptachse des Verkehrs in die Kleinstadt dar. Kein Wunder also, dass wir über die Anstiege auf der Straße zum Plauer See wenig amüsiert sind. Bei Lanz mit seiner Schleuse stehen wir dann an diesem herrlichen Binnenmeer, dessen gegenüberliegendes Ufer im Dunst des Morgens unsichtbar ist. In einer ›Berg- und Talfahrt‹ durch den Wald am Ufer des Plauer Sees kommen wir nach Bad Stuer, wo unsere Strecke die der Hinfahrt schneidet. Wir verlassen das Seengebiet und müssen nicht mehr mühselig die Pedale treten. Wir kommen von Meyenburg, und die Temperaturen haben den versprochenen Höchstwert erreicht.

Das Dorf Schmolde wird erreicht. Merkwürdig, kein Hundegebell. Es ist wohl auch für diese Dorfwächter zu warm. Eine Pause wäre jetzt schön, ist die einhellige Meinung. Die Prignitz ist nicht bekannt für viele Cafés und Restaurants an den Radrouten. Wir suchen einen Platz für 14 Radler. Eine breite Rasenfläche hinter den Straßenbäumen, eine Bank. Jemand meint, wir müssten einfach mal einen fragen, ob er uns nicht eine Kanne Kaffee kochen könnte. Eveline: Ich mach das – und steuert eines der flachen Häuser mit einem blühenden Vorgarten an. Ein älterer Herr kommt an den Zaun (man fällt doch auf mit 14 Rädern). Die Mannschaft beobachtet stumm den Fortgang der Verhandlungen. Evelin kommt zurück und sagt: Er macht uns ein paar Kannen. Freudiges Erstaunen. Wenig später stehen wir mit dem großzügigen Herrn zusammen. Er hat sogar Kuchen und Shortbread mitgebracht. Ein weiterer Herr gesellt sich dazu. Beide sind aus Berlin ›aufs Dorf‹ gezogen und fühlen sich hier pudelwohl. Wir bewundern den blumen- und artenreichen Vorgarten. Hier lebt jemand mit einer besonderen Liebe für Päonien. Nach guten, anregenden Gesprächen und einem Unkostenbeitrag schwingen wir uns wieder auf die Räder. Um zum Hotel zu kommen, müssen wir Pritzwalk durchqueren. Halten wir zur besseren Orientierung irgendwo an, werden wir oft angesprochen, und jemand weist uns den Weg. In den Dörfern winken uns die Leute zu. Eine uralte ›Oma‹ mit Gehwagen ruft: Wo wüllt ji denn hen?

Im Dorf Buchholz landen wir im ›Landhotel und Brauhaus Prignitzer Hof‹. An diesem letzten Abend sitzen wir draußen im Biergarten und lassen uns mit Speis und Bieren aus den hauseigenen Braukesseln verwöhnen. Schön für uns: Unsere Zimmer liegen weitab vom Straßenlärm.

Der letzte Tag empfängt uns schon am Morgen mit einem wolkenlosen Himmel und einer Vorhersage auf 28 Grad. In Brünkendorf kreuzen wir die schmalen Gleise der Kleinbahn ›Pollo‹. Die Strecke gehört einem Verein von Eisenbahnbegeisterten. ›Um die Erinnerung an das umfangreiche Kleinbahnnetz in der Prignitz aufrechtzuerhalten, setzte sich der 1993 gegründete Verein Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V. (PKML) das Ziel, die neun Kilometer lange Teilstrecke von Lindenberg über Brünkendorf nach Mesendorf wieder aufzubauen und langfristig für den Museumsbahnverkehr zu erhalten.‹ (Wikipedia).

Über Lindenberg, Garz, Viesecke und Grube fahren wir nach Bad Wilsnack. Vor der mächtigen ›Wunderblutkirche‹ machen wir Pause. Zwei spendable Gruppenmitglieder holen zwei ›Lagen‹ Kuchen aus der nahen Bäckerei. Auf den Kaffee verzichten wir aus ökologischen Gründen (!?), da wir 14 Pappbecher gebraucht hätten. Zur Elbe ist es nun nicht mehr weit. Wir können noch eine schöne Deichstrecke genießen, ehe wir das Endziel Wittenberge erreichen. Die Rückfahrt mit der Bahn über Schwerin und Hamburg erforderte noch einmal starke Nerven, was diese eingespielte Gruppe mit Routine überstand. Das war einen Tag nach dem Lokführerstreik. Schwein muss man haben!

Wir sind in den 8 Tagen stolze 520 Kilometer geradelt. Die längste Tagesstrecke betrug 81 Kilometer. Alles ›ohne Motor‹! Wir feierten unterwegs in Ichlim am Nebelsee den 81. Geburtstag eines Mitglieds. Wir haben uns alle gefordert, mussten auch mal die Zähne zusammenbeißen, haben aber die Tage bei schönstem Spätsommerwetter genossen.

Peter Tischer

 

 

 

 

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